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Abschlussklasse organisiert Spenden-Treppenlauf für ihr SOS – Kinderdorf
Die Klasse 10c der Geschwister Scholl Realschule für Ilmenau und Amelinghausen hat sich zum Schulabschluss etwas Besonders ausgedacht – sie organisierten mit Hilfe ihrer Englischlehrerin Sandra Eilers am 27.6.11 einen Spendenlauf, der den Kindern im SOS Kinderdorf in Lembang (Indonesien) zugute kommen soll. Die Geschwister Scholl Realschule unterstützt seit einigen Jahren das SOS Kinderdorf in Lembang. Diese Aktion bildete den Abschluss einer Unterrichtseinheit zum Thema „Naturkatastrophen und ihre Folgen“.
Die 29 Jugendlichen der Klasse 10c gestalteten einen Flyer für die Schülerinnen und Schüler der anderen Klassen, um diese zur Teilnahme zu motivieren. Sie planten einen Lauf, der 99 Treppenstufen umfasste und damit als „Stairs to Heaven“ eine wirkliche Herausforderung darstellte. Jeder Läufer hatte maximal 30 Minuten Zeit, um so oft wie möglich die Treppenrunde zu schaffen.
Vor allem bei den jüngeren Schülerinnen und Schülern fand die Aktion Anklang. Die 76 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen überwiegend aus den 5.-7.- Klassen am Standort Embsen und hatten neben Spaß auch viel Ehrgeiz. Es hat sich gelohnt: 904 Runden und damit 89496 Stufen wurden geschafft – die Sponosoren, die sich die Kinder vorher selbst im Familien- und Bekanntenkreis gesucht hatten, zahlten etwa 2300 Euro. 100 Euro wurden zusätzlich beim Kuchenverkauf eingenommen. Für jeweils 10 Runden gab es ein Stück Kuchen geschenkt, dies motivierte viele Schülerinnen und Schüler zusätzlich. Einige schafften sogar mehr als 20 Runden in der vorgegebenen Zeit. Besonders lohnte sich der Lauf für einige Kinder, die vorher bei der Sponsorensuche fleißig waren; da kamen dann pro Runde 18 Euro an Spenden herein. Herzlichen Dank!
Sandra Eilers: „ Ich bin überwältigt von der hohen Spendenbereitschaft und auch von der Leistung der Schülerinnen und Schüler. Das Organisationsteam hat gute Arbeit geleistet und durch diese Aktion den Lebensunterhalt von 12 Kindern für ein Jahr gesichert.“
ZUSATZINFORMATION:
Das SOS-Kinderdorf Lembang liegt ungefähr 15 km von der Stadt Bandung entfernt auf einer Seehöhe von 1.300 m. Es wurde am 2. März 1974 von Hermann Gmeiner, dem Gründer von SOS-Kinderdorf, feierlich eröffnet. Das SOS-Kinderdorf Lembang besteht aus 13 Familienhäusern, einem Gemeinschaftshaus, einem Dorfleiterhaus, einem Tantenhaus (Tanten sind Familienhelferinnen, die die SOS-Kinderdorfmütter unterstützen), einer Bibliothek, Spiel- und Sportplätzen und einem SOS-Kindergarten, der auch von Kindern aus der Umgebung besucht wird.
Das SOS-Kinderdorf Lembang ist ein Musterbeispiel für das friedliche Miteinander der Religionen: muslimische und christliche Familien leben dort zusammen. Dem SOS-Kinderdorf Lembang ist die Grundschule "Sekolah Dasar Pancasila" angeschlossen, die staatlich anerkannt ist und auch von Kindern aus den nahe gelegenen Wohngebieten besucht wird. Jugendliche aus dem SOS-Kinderdorf übersiedeln meist in eine der drei Jugendwohneinrichtungen (zwei in Bandung, eine in Yogyakarta), sobald sie mit einer Berufsausbildung beginnen oder an eine höhere Schule wechseln.
In dieser neuen Umgebung entwickeln die Jugendlichen, begleitet von qualifizierten Betreuern, realistische Zukunftsperspektiven, übernehmen mehr Verantwortung und treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Gefördert werden Teamgeist und Kontakte zu Verwandten und Freunden, aber auch zu Behörden und möglichen Arbeitgebern.
Im SOS-Berufsbildungszentrum werden Jugendliche in Tischlerei, Metallbearbeitung und EDV unterrichtet. 1993/94 wurde ein Haus für SOS-Mütter im Ruhestand gebaut. Darin ist auch ein SOS-Sozialzentrum untergebracht, wo es eine Zahnarztpraxis und einen Raum für medizinische Beratung gibt, die auch den Menschen aus der Umgebung zur Verfügung stehen. Das SOS-Sozialzentrum bietet Familienstärkungsprogramme, Gesundheitsberatung, Nachbarschaftshilfe, allgemeine Beratung und psychologische Betreuung sowohl in Bandung als auch in Yogyakarta an. Die Programme zielen darauf ab, dass die besonderen Bedürfnisse von Kindern in materieller und medizinischer Hinsicht sowie in Bildungsfragen gedeckt werden. Den Familien wird dabei geholfen, eine sichere Einkommensquelle zu finden. Sie werden in Erziehungsfragen beraten und auf die Rechte der Kinder aufmerksam gemacht. Außerdem hilft man den Menschen im Umgang mit Behörden und Ämtern.
Außerdem gibt es in Lembang ein Ausbildungszentrum für SOS-Kinderdorfmütter und MitarbeiterInnen. Dieses Zentrum verfügt über einen Seminarraum, einen Gemeinschaftsraum, einen Speisesaal, einen Verwaltungs- und Servicebereich sowie über Unterkünfte für bis zu 60 MitarbeiterInnen.
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